Bioprodukte

Bioprodukte boomen, denn die Verbraucher legen nicht nur Wert auf Qualität, sondern fürchten auch um ihre Gesundheit. Denn auf herkömmliche Weise angebautes Gemüse und Obst gerät durch die Pestizidbelastung immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. Im Bioanbau werden keine Pestizide verwendet.

Häufig findet man heutzutage schon Biohöfe, die ihre Produkte in ihren eigenen Läden anbieten oder an Bioläden verkaufen. Manche Betriebe bieten auch sogenannte Abo-Kisten, wo man ein bis zwei Mal in der Woche eine Belieferung mit Bioprodukten vom entsprechenden Hof erhält, in der meist Gemüse und Obst der Saison aus dem Bioanbau enthalten ist. Der Nachteil hierbei ist, dass man oftmals nicht weiß, was man erhält und durchaus spontan sein muss beim Kochen.

Mittlerweile sind die Bioprodukte längst aus dem Nischendasein herausgetreten. Sie sind zwar immer noch, aufgrund ihrer Anbauweise und der umweltschonenden Produktion, teurer, als herkömmlich angebautes Obst und Gemüse, können aber nun oftmals auch im Supermarkt um die Ecke erworben werden. Zur Schonung der Umwelt sollte man aber darauf achten, nicht zu Bioprodukten aus den entlegendsten Ecken der Welt zu greifen, sondern lieber deutsche Bioprodukte erwerben.
Stiftung Warentest testet regelmäßig Bioprodukte und hierbei vor allem die Angebote der Supermarktketten. Diese schneiden dabei nicht immer gut ab.

Nach dem letzten Test aber gilt, dass in den Bioprodukten bei Obst und Gemüse zu 75% gar keine Pestizide nachweisbar waren. Und die Keimbelastung ist in den letzten Jahren auch zurückgegangen.

Vom Geschmack und der Gesundheit her können die Bioprodukte laut Stiftung Warentest allerdings keine besonderen Vorteile erlangen. Die wahren Vorteile liegen auch weiterhin darin, dass die Pestizidbelastung kaum ins Gewicht fällt und Bioprodukte von Herstellern stammen, die der Umwelt Gutes tun.