Kuh

Unter einer Kuh als Energielieferant kann man sich als normaler Mensch erst mal überhaupt nichts vorstellen. Aber tatsächlich bietet dieses Tier, das bislang hauptsächlich als Fleisch- oder Milchlieferant diente, die Möglichkeit zur Energiegewinnung – und zwar aus ihrem Abfallprodukt heraus. Wirft man den „Abgasen“ der Kühe vor, durch ihren hohen C02-Gehalt schädlich zu sein, bieten Kühe aber doch einen umweltschützenden Faktor durch ihren Kuhdung. Denn dieser Kuhdung lässt sich umwandeln in eine ökologisch sinnvolle Energievariante: Biogas. Biogas ist eine der kommenden Energien – denn die dafür verwendeten Stoffe wie Pflanzenreste oder eben Kuhdung fallen immer in großen Mengen an. 1000 Anlagen für Biogas können ca. 250.000 Haushalte versorgen. Grob gesagt reicht der Dung von 4 Kühen aus, um einen normalen deutschen Haushalt für das gesamte Jahr mit Strom zu versorgen. Denn aus dem Biogas lässt sich Biostrom erzeugen. Auch im Autogasbereich kann dieses Biogas Verwendung finden.

Die Gülle der Kuh wird, zusammen mit anderen Materialien, in einer speziellen Biogasanlage vergärt. So entsteht dann das brennbare Biogas. In Biogas steckt jede Menge Methan, was auch der Energieträger von Erdgas ist. Außerdem ist es speicherbar.

Für Landwirte ist die Produktion von Biogas mittlerweile oftmals zum Nebenerwerb oder gar zu einer Alternative in der Einkommensgewinnung geworden. Der passende Stoff zur Herstellung wird ja in Mengen von den Kühen als Abfall produziert, so dass sich die Milchwirtschaft z.B. gut mit dem Betrieb einer Biogasanlage verbinden lässt.